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INTERSCHUTZ 2010
Tag des THW 2009


Bericht vom 04.05.2010
Wie kam der „Rote Hahn“ zu seinem Namen?

Der Untertitel der INTERSCHUTZ 2010 erklärt sich nicht von selbst. Daher ein paar Hintergrundinformationen, wie der „Rote Hahn“ zu seinem Namen kam.

Die Anfänge der Leitmesse INTERSCHUTZ 2010 gehen auf die erste Deutsche Volksschau für Feuerschutz und Rettungswesen im Jahre 1935 in Dresden zurück. In deren Vorbereitung rief das Städtische Verkehrs- und Ausstellungsamt 1934 zu einem deutschlandweiten Preisausschreiben auf, um einen würdigen Namen für diese Ausstellung zu finden. In den Dresdner Nachrichten vom Mittwoch, 7. November 1934, stand dazu:

„Im kommenden Frühjahr öffnet die Jahresschau 1935 ihre Pforten, um eine umfassende Ausstellung über die umfangreichen Gebiete des Feuerschutzes, des Feuerlöschwesens und des Rettungswesens überhaupt zu zeigen. So wird z. B. eine besondere Abteilung dem vorbeugenden Feuerschutze gewidmet sein, während eine andere Abteilung den abwehrenden Feuerschutz mit all seinen zahlreichen Unterabteilungen zeigen wird. Das Feuermelde- und Nachrichtenwesen ist in einer besonderen Abteilung ebenso vertreten wie die Wasserversorgung und der Rettungsdienst, der Luftschutz und das Versicherungswesen.

All diese vielen weitverzweigten Gebiete gilt es auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, einen Namen zu finden, der knapp und ausdrucksvoll all das umfasst, was in dieser großen Schau gezeigt wird. (...) Der Einsender des Namens, den die Jahresschau nach Beschluss des Preisgerichts tragen wird, erhält den ausgelobten Preis von 100 Reichsmark, weiter werden 20 Einsendungen, die gute Vorschläge enthal­ten, mit je einer Dauerkarte für die Jahresschau ausgezeichnet werden.“

So erschien z. B. der Gedanke, 'Feuerschutz – Volksschutz' nicht weniger als 766mal, Namensbildung wie 'Feuer und Wasser' waren 583mal, 'Kampf dem Feuer' 351mal, 'Flammen lodern' 268mal und 'S-O-S' 181mal vertreten. Der Brandruf 'Feurio' wurde von 141, der 'Rote Hahn' von 38 und der 'Heilige Florian' von 460 Einsendern für geeignet gehalten. Der ausgeschriebene Hauptgewinn von 100 Mark ging an den Dresdner Maler und Grafiker Helmut Müller-Molo. Er gestaltete auch das offizielle Werbeplakat für die Jahresschau „Der Rote Hahn“.

Autoren:
Rolf Franke und Frank Aubrecht
Feuerwehrhistorik Dresden



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