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| Bericht vom 20.10.2010 |
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Silvio Volkmann – Träger des Verdienstkreuzes am Bande der BRD im Interview
Am 6. September 2010 wurde der Ortsbeauftragte von Suhl, Silvio Volkmann vom Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland
(Bundesverdienstkreuz) ausgezeichnet. Dr. Marcus von Salisch sprach mit ihm am Rande der Sitzung des Landesausschusses in Dresden am 25. September.
Dr. Marcus von Salisch:
Herr Volkmann, vor einigen Tagen wurden Sie für Ihr herausragendes Engagement geehrt. Zu dieser hohen Auszeichnung möchte ich Ihnen im Namen des Landesverbandes
Sachsen, Thüringen herzlich gratulieren. Wie haben Sie eigentlich beim THW angefangen?
Silvio Volkmann:
Ich bin 1991 zum THW gekommen. Damals befanden sich die ersten Ortsverbände in Sachsen und Thüringen erst im Aufbau. Im OV Fulda habe ich mich auf die Gründung
des OV Suhl vorbereitet. 1991 wurde ich Ortsbeauftragter von Suhl und wurde inzwischen auch mehrfach wiedergewählt.
Dr. Marcus von Salisch:
Sie werden im THW nicht nur für Ihre enorme Erfahrung aus der Katastrophenhilfe im Inland, sondern auch aufgrund Ihrer Expertise bei Auslandseinsätzen geschätzt.
Welche Einsätze sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Silvio Volkmann:
Im Jahre 1992 erfolgte mein erster Einsatz im Ausland, ein Hilfstransport nach Russland. Prägend für mich waren zudem die Erfahrungen aus verschiedenen Einsätzen
in unterschiedlichen Kulturkreisen, Staatsformen und nationalen Strukturen. So z.B. im islamischem Sudan, im kriegsgeschädigtem Libanon, im erdbebenzerstörtem
Haiti sowie auch im zentral geführten Frankreich. Was Deutschland anbelangt, so sind mir neben viele Katastrophen auf lokaler Ebene vor allem die Einsätze an der
Oder 1997 sowie an Elbe und Mulde 2002 in Erinnerung geblieben. Eine interessante Erfahrung war zudem die Arbeit an Einsatzleiter des deutschen Kontingentes
während der multinationalen Übung ALBIS in Tschechien. Auch internationale Fortbildungen – etwa auf NATO-Ebene und in der EU – haben meinen Kenntnisstand enorm bereichert.
Dr. Marcus von Salisch:
Was würden Sie als Ihre zentralen und prägendsten Erlebnisse aus all diesen Jahren bezeichnen?
Silvio Volkmann:
Ein Einsatz wie beispielsweise auf Haiti zeigt mir immer wieder den krassen Unterschied zwischen den vermeintlichen Bedürfnissen unserer westlichen Gesellschaften und
den eigentlichen Grundbedürfnissen des Menschen auf. In den entfernten Katastrophengebieten erlebt man oftmals, mit welch einfachen Mitteln die Menschen glücklich sind.
Insofern holen mich diese Einsätze immer wieder auf den Boden zurück. Du hältst inne und fragst: Mit welchen einfachen Mitteln bewegst du etwas!? Auf welchem Niveau
klagen wir zuhause eigentlich?
Dr. Marcus von Salisch:
Wenn Sie einen Wunsch für das THW frei hätten – was würden Sie sagen?
Silvio Volkmann:
Ich wünsche mir für das THW, dass sich sinnvolle Kreativität im Ehrenamt im Rahmen der Vorgaben freier entfalten kann und auch entsprechend gewürdigt wird.
Dr. Marcus von Salisch:
Herr Volkmann, ich danke Ihnen für das Gespräch. Wir sind stolz, einen solch engagierten Helfer in unserem Landesverband zu haben. Für
Ihre weitere Tätigkeit wünsche ich Ihnen immer eine glückliche Hand!
Foto zum Bericht:

Foto: Presse und Informationsamt der Bundesregierung / Sebastian Bolesch
Foto: Presse und Informationsamt der Bundesregierung / Sebastian Bolesch / Für Großansicht bitte anklicken
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