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| Bericht vom 19.06.2008 |
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Stadtfest Pirna: Flexibilität war gefordert
Beim Pirnaer Stadtfest ist die Schauübung der Tauchergruppe des THW-Ortsverbandes Pirna inzwischen Tradition geworden.
Auch dieses Jahr griffen die Organisatoren auf Bewährtes zurück, einige Zwischenfälle jedoch forderten eine unerwartete
Flexibilität aller Beteiligten.
Auch am diesjährigen Stadtfest am 14. Juni 2008 wurde den anwesenden Besuchern am Elbufer viermal eine Rettungsaktion in
Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Wassergefahren gezeigt. Das angenommene Szenario sah einen verunglückten PKW vor,
dessen Fahrer durch einen Rettungstaucher durch das geöffnete Seitenfenster aus dem Fahrzeug befreit wird. Nach der
Aufnahme und dem Transport mit einem Mehrzweck-Arbeitsboot wird die leblose Person an Land gebracht und dort DRK-Sanitätern
übergeben. Diese reanimieren sie unter Zuhilfenahme eines Defibrillators. Die Rettungsübung wurde durch den Leiter der
Tauchergruppe kompetent moderiert und der Einsatz des Defibrillators durch die Helfer des DRK selbst ausführlich vorgestellt.
Begleitend zu diesem Programm konnten sich die kleinen Besucher auf der Schaukel der Jugendgruppe vom regsamen
Treiben erholen. Die mittleren Gäste schauten in die Gerätefächer des ausgestellten GKW II und die großen Besucher
informierten sich am Informationsstand über die Arbeit des THW und die zahlreichen Angebote der THW-Jugend.
Doch neben den geplanten Aufgaben gab es an diesem Tag noch einige ungewollte Zwischenfälle zu bewältigen. So mussten
zunächst durch die Einsatzboote Fallschirmspringer abgesichert werden, die eine Wasserlandung in der Elbe durchführten.
Neben den geplanten gab es auch eine ungeplante Landung im Wasser. An Land sorgte ein dreijähriger Knirps für Aufregung,
der seine Mutter im Trubel verloren hatte. Nach einigen Aufrufen über unsere Lautsprecheranlage gab es eine glückliche
Familienzusammenführung.
Nicht so freudig ging es bei einem Zwischenfall auf der Elbe aus: Ein Kanufahrer wurde von einem Motorboot überfahren und
dabei schwer verletzt. Der Mann war gemeinsam mit anderen Kanufahrern in Richtung Pirna unterwegs. Aus bislang ungeklärter
Ursache übersah der Fahrer eines Motorboots die Gruppe und rammte das Boot des 33-jährigen.
Ein Bootsführer des THW wurde durch den Fahrer eines privaten Motorbootes über den Unfall informiert. Zwei Boote begaben
sich umgehend an die Unglücksstelle, die sich ca. drei Kilometer oberstrom von Pirna befand.
Am Einsatzort angekommen unterstützte ein THW-Boot den Transport von Zeugen vom Ufer auf das Boot der Wasserschutzpolizei.
Ein Mehrzweck-Arbeitsboot half bei der Verlegung des bereits medizinisch versorgten Kanufahrers zum Rettungshubschrauber.
Dieser brachte den Schwerverletzten in ein Dresdner Krankenhaus.
Fotos zum Bericht:

Schaukel der Jugendgruppe

Taucher an der Einsatzstelle

Das Boot auf dem Weg zum Fallschirmspringer

Aufnahme des leblosen PKW-Fahrers

Erklärung des Defibrillators
Fotos: André Jakob / Für Großansicht bitte anklicken
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