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Abstützsystem Holz
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 Foto: THW Chemnitz

 
Das Abstützsystem Holz (AHS)

Das Abstützsystem wurde vom THW-Ortsverband Hückelhoven unter dem früheren Namen FRABLO entwickelt und wird seit gut fünf Jahren eingesetzt. Es dient zur Abstützung und Aussteifung von angeschlagenen, einsturzgefährdeten Gebäuden.
Technisch gesehen basiert das ASH auf bewährten Abstützmethoden wie Sprengwerken und Strebstützen. Diese Abstützmethoden haben sich über Jahrzehnte, sofern sie angewandt wurden, bestens bewährt.

Das Problem in der Anwendung dieser bekannten Abstützmethoden bestand darin, dass das notwendige Holzmaterial in angemessener Zeit (Einsatz) nicht zu beschaffen war. Die erforderlichen Holzquerschnitte sind bei den Holzhändlern keine Lager-, sondern Bestellware. Ein weiteres Problem bestand darin, dass je nach Einsatzanforderung, die Abstützungen individuell angefertigt werden mussten - eine hohe Anforderung an Führungskräfte und Helfer, welche nur unter vergleichsweise enormen Zeitaufwand und "knowhow" bewältigt werden konnten. Dieser hohe Zeitaufwand bedeutete auch, dass die Hilfskräfte, welche die Rettung und Bergung der Verschütteten vornahmen, immer der Gefahr ausgesetzt wurden, selbst verschüttet zu werden, solange keine ausreichenden Sicherungsmaßnahmen am einsturzgefährdeten Objekt getroffen waren.

Die Kernfrage die sich stellte, war aus den Erfahrungen heraus immer die Gleiche:
  • Was kann unternommen werden, um bei einem Abstützeinsatz nicht immer wieder bei "Null" anzufangen?
  • Muss man wirklich für jeden Schadensfall eine individuelle (teure und langwierige) Lösung schaffen?
  • Kann man nicht, um die Sicherheit der am Einsatz beteiligten Helfer zu gewährleisten, schnellere und trotzdem sichere Lösung anbieten?
Diese Fragestellungen waren der Grundstein für die Entwicklung des Systems.

ASH bedeutet nicht nur, dass man über bestimmte Systembausteine verfügt, um ein Bauwerk abzustützen, ASH ist vielmehr ein Gesamtkonzept, bestehend aus mehreren Komponenten, welche einander in jedem Fall bedingen.


Komponente Ausstattung

Zur Ausstattung gehören nicht nur der eigentliche Holzbausatz (ca. 7m³ Bauholz) mit großen Mengen an Nägeln, Bolzen, Schrauben und Muttern, sondern auch ein entsprechender Fuhrpark mit Anhänger, Kipper, Ladehilfe (Gabelstapler, Kran oder Radlader).

Des weiteren gehören Zusatzgeräte wie Zimmereikettensäge, schwere Bohrmaschinen, elektrische Unterverteilungen und eine Ramme für Erdnägel zur zusätzlichen Ausstattung. Die Messwerkzeuge sind für den Einsatz bei Gebäudeschäden erprobt und ausgesucht.


Komponente Logistik

Die Komponente Logistik beinhaltet unter anderem Organisationsmuster für die Beladung der Fahrzeuge, für die Ablauforganisation des Zuschnittes, für das Aufmaß in einsturzgefährdeten Objekten, für die Montage und Demontage der Abstützungen.


Komponente Personal

Das Sichern von einsturzgefährdeten Gebäuden ist ein schwieriges und vor allem ein gefährliches Unterfangen.
Aus diesem Grunde ist es wichtig, entsprechendes Fachpersonal auszubilden. Die Ausbildung erfasst die Bereiche Baukunde, Holz- und Metallbearbeitung, Statik, Messtechnik, Gefahren der Einsatzstelle, Bewegen von Lasten u.s.w.. Alle Themen sind speziell auf das Thema Hochbauschäden zugeschnitten, denn es soll ja nicht nur der Auftrag gut ausgeführt werden, er soll auch möglichst sicher für alle Beteiligten abgewickelt werden können.

Ein System befindet sich im THW-Ortverband Chemnitz, für den THW-Ortsverband Erfurt ist ein weiteres vorgesehen. Die Anforderung erfolgt über die jeweilige Geschäftsstelle.



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