
|
| Übungsbericht vom 04.11.2010 |
|
Einsatzübung des THW-Geschäftsführerbereiches Chemnitz
An einer Einsatzübung des Geschäftsführerbereiches Chemnitz nahm der Ortsverband (OV) Plauen am Samstag, 23.10.2010, teil.
Die Alarmierung, erfolgte um 3.10 Uhr.
Danach sammelten sich die Helfer des Ortsverbandes in der Unterkunft und bereiteten die Abfahrt der Fahrzeuge des Zugtrupps,
der ersten Bergungsgruppe und der zweiten Bergungsgruppe vor.
Nach einer kurzen Einweisung in die Lage, welche durch den Stv. Zugführer Reinhard Lohmeier, erfolgte, machte sich die Fahrzeugkolonne auf den Weg zum Sammelraum.
Dieser befand sich in einem Gewerbegebiet bei Kühnhaide in der Nähe der Autobahnanschlussstelle Chemnitz Mitte. Dort wurde zusammen mit den Einheiten der Ortsverbände
Zwickau und Reichenbach eine Kolonne gebildet, welche dann den Bereitstellungsraum auf dem Übungsplatz der Bundeswehr bei Frankenberg im Landkreis Mittelsachsen anfuhr.
Im Bereitstellungsraum wurden die Einheiten vom Einsatzleiter Thomas Rothe von der Fachgruppe Führung/Kommunikation des Ortsverbandes Chemnitz begrüßt und noch
mal in die allgemeine Lage eingewiesen. Dann gab es ein kleines Frühstück, dass durch die Fachgruppe Logistik des Ortsverbandes Chemnitz zubereitet und ausgegeben
wurde. Daneben holten sich die Zugführer der einzelnen Ortsverbände ihre Einsatzaufträge bei der Führungsstelle, die durch die Fachgruppe Führung/Kommunikation
betrieben wurde, ab.
Der Stv. Zugführer des Ortsverbandes Plauen erhielt dabei den Auftrag mit seinem Zugtrupp und der ersten Bergungsgruppe des OV Plauen, sowie der zweiten Bergungsgruppe
und der Fachgruppe Ortung des OV Reichenbach und einer Rettungshundestaffel des DRK nach Taura zu fahren und dort im Ortsteil Köthensdorf die Feuerwehr bei einem
Hausbrand zu unterstützen. Nach der etwa 50-minütigen Kolonnenfahrt dorthin, ergab sich dann folgende Lage. Nach einem Hausbrand, welcher durch die Feuerwehr Köthensdorf,
bei der Ankunft der Kolonne, bereits gelöscht war, sollten die Einheiten des THW und des DRK das Gebäude nach Verletzten durchsuchen. Dabei mussten einsturzgefährdete
Bereiche gesichert und die gefundenen Personen gerettet werden.
Die zweite Bergungsgruppe des OV Plauen sowie die erste Bergungsgruppe des OV Zwickau unterstellten sich gemäß dem Einsatzbefehl dem Zugtrupp des Ortsverbandes Zwickau.
Die Aufgabe der, durch den Zwickauer Zugführer Felix Ottemann geführten Einheit, war es einen Schwimmsteg über die Zschopau zu errichten.
Am Einsatzort in Köthensdorf wurde nun nach und nach jedes Stockwerk gründlich nach Verletzten durchsucht, wobei die Rettungshunde des DRK hervorragende
Arbeit leisteten. Die gefundenen Personen wurden durch die Bergungsgruppen zum Verletztensammelplatz gebracht. Zur Rettung der Verletzten musste unter anderem der
Leiterhebel genutzt werden. Daneben wurde auch eine Seilbahn für die Rettung einer verletzten Person aus dem Dachgeschoss des Gebäudes aufgebaut. Eine Rettung der
Person über das Treppenhaus war nicht möglich, da das Treppenhaus teilweise eingestürzt war.
Beim Bau des Schwimmsteges arbeiteten die Zwickauer und die Plauener Helfer Hand in Hand und jeder konnte bei der Arbeit viel vom anderen lernen und so sein Wissen
und Können durch die Übung erweitern.
Da beim Einsatz in Köthensdorf die Ortung von Verletzten im Keller des Gebäudes nicht auf konventionelle Weise möglich war, wurde vom Stv. Zugführer eine so genannte
„Searchcam“ bei der Einsatzleitung angefordert. Diese wurde von der Fachgruppe Ortung des Ortsverbandes Freiberg gebracht, um den Keller von außen mit Hilfe der
Teleskopkamera nach Verletzten durchsuchen. Dabei wurde ein Verletzter gefunden, der im Anschluss durch die erste Bergungsgruppe aus dem Keller gerettet wurde. Nachdem
die Rettungsarbeiten in Köthensdorf abgeschlossen waren, konnten sich die Helfer durch einen kräftigen Eintopf stärken. Dieser wurde durch die Fachgruppe Logistik
zubereitet und an die Einsatzstelle gebracht. Danach trat die Kolonne die Fahrt wieder zurück zum Bereitstellungsraum an.
Dort angekommen wurde die Übung durch den Einsatzleiter beendet und allen Einheiten eine sichere Heimfahrt gewünscht. Neben den Ortsverbänden aus Plauen, Zwickau und
Reichenbach waren auch die Ortsverbände Annaberg, Chemnitz, Döbeln und Freiberg mit Einsatzeinheiten vor Ort und übten in verschiedenen Szenarien ihr Können.
Die Einheiten des Ortsverbandes Plauen konnten, nach der Heimfahrt und der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft, mit einem überwiegend positiven Fazit die
Übung gegen 17:00 Uhr beenden. Die in der Einsatznachbesprechung gewonnenen Erkenntnisse werden zu einer weiteren Erhöhung des Leistungsstandes bei den
nächsten Einsätzen und Übungen führen.
Text: Reinhard Lohmeier, OV Plauen
Fotos zum Bericht:

Abtransport einer verletzten Person

Betreuung der verletzten Person

Rettung mittels Seilzug

Personensuche mit Spürhund

Abschlussansprache an die Kameraden
Fotos: Stephanie Wirth / Für Großansicht bitte anklicken
|
 |
 |
|
|