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Übungsbericht vom 21.09.2009
Zwei Nationen – ein Ziel

Bei der Übung „Forest Fire 2009“ nahm das Training der internationalen Zusammenarbeit verschiedener Katastrophenschutzbehörden einen großen Stellenwert ein. Dabei konnten sich nun zum bisher zweiten Mal Kräfte des Technischen Hilfswerks aus dem Landesverband Sachsen-Thüringen beweisen.

Während der vom 18. bis 20.09.2009 stattgefundenen deutsch-tschechischen Übung in der Nähe von Karlsbad galt es unter anderem, für die tschechische Feuerwehr (HZS) mehrere Waldbrände unter Kontrolle zu bringen. Die dafür benötigten großen Löschwassermengen wurden mit Spezialpumpen des THW über drei Kilometer weit gefördert. Auf der Tagesordnung standen allerdings weitaus mehr kleine und große Herausforderungen: Neben den Eigenheiten einer internationalen Alarmierung, musste die Kräfteverlegung aus Deutschland koordiniert und durch die tschechische Polizei ab der Grenze begleitet werden. Ebenso wurden die deutschen Katastrophenschützer durch Logistikeinheiten der tschechischen Armee und Feuerwehr versorgt und in einem Zeltcamp untergebracht. Der Einsatzleiter der tschechischen Feuerwehr Herr Dipl. Ing. Oberst Oltrecht Wolf, stellv. Direktor des Karlsbader Rettungschors, zeigte sich in einer unter Beisein hochrangiger Gäste durchgeführten Lagebesprechung hoch erfreut, dass der mittlerweile auch für Tschechien geltende EU-Mechanismus greifen kann. Dadurch ist eine schnelle und unkomplizierte Hilfe der THW-Kameradinnen und Kameraden aus Deutschland möglich.

Die besonderen Gegebenheiten der internationalen Zusammenarbeit wurden schon im Vorfeld bedacht. Dank der vom HZS bereitstehenden Übersetzter stand der Kommunikation nichts im Wege. Auch die Übersetzung spezieller Fachbegriffe wurde schnell und sorgsam erledigt. Durch den Einsatz von Adaptern wurden kleinere Probleme der unterschiedlichen (Elektro-)Steckernormungen behoben. Zwischen den beteiligten tschechischen und deutschen Katastrophenschützern entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit eine kameradschaftliche Zusammenarbeit. Nicht zuletzt durch das gemeinsame Hintergrundwissen konnten die Sprachbarrieren bei allen gemeinsamen deutsch-tschechischen Kontakten recht schnell durchbrochen werden.

Durch die Übung „Forest Fire 2009“ konnten alle Beteiligten wertvolle Erfahrungen sammeln. Nur durch die Reflexion des eigenen Handelns und der Bewusstmachung eigener Stärken und Schwächen kann auch daraus für den Ernstfall gelernt werden. Durch die Europäisch Union wird in Zukunft eine stärkere Spezialisierung von nationalen EU-weit einsetzbaren Teileinheiten forciert. Auch für diese „HCP-Teams“ setzt die erfolgreich beendete Übung ein Zeichen. Nur durch regelmäßige Übungen auf internationaler Ebene sind die größeren und kleinen Herausforderungen im realen Einsatz tatsächlich zu meistern.

Eines wurde allen beteiligten Katastrophenschützern während der drei Übungstage klar: Es ist egal aus welchem Land oder welcher Organisation sie stammen. Es gibt ein gemeinsames Ziel.

Text: Falk Dietrich, Team Öffentlichkeitsarbeit, THW Landesverband Sachsen, Thüringen


Fotos zum Bericht:

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das THW unterstützte bei der Wasserförderung

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deutsch-tschechische Zusammenarbeit

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THW-Einsatzleiter Schabehorn mit Tschechischem Verbindungsmann

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Tschechische Feuerwehr bei der Übung

 Fotos: THW / Für Großansicht bitte anklicken



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