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| Übungsbericht vom 21.09.2009 |
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Forest Fire 2009 – Waldbrandübung in Tschechien vom 18. – 20.09.2009
Am vergangenen Freitag bewegten sich aus ganz Sachsen und Thüringen wieder zehn Ortsverbände mit Ihren Fahrzeugen gen
deutsch-tschechisches Grenzgebiet. Anlass war die Waldbrandübung „Forest Fire 2009“ mit dem tschechischen Feuerwehrkorps im Rahmen
des Anrainerstaatenkonzeptes.
Die sechs Fachgruppen Wasserschaden/ Pumpen (W/ P) unterstützten die tschechische Feuerwehreinheiten mit ihren auf Hängern verlasteten
Pumpen und einer Gesamtschlauchlänge von 3600 Metern im Bereich der Wasserförderung.
Der Marsch begann für die Ortsverbände am frühen Freitagmorgen. Erstes Ziel war der Sammelraum Annaberg. Der Aufenthalt dort wurde nicht
nur zur Verpflegung, sondern auch für kleinere Reparaturen wie beispielsweise ein Radwechsel genutzt. Um 14 Uhr setzte sich dann der
Marschverband, bestehend aus circa 20 Fahrzeugen und unzähligen Anhängern, in Bewegung. Trotz der geringen Entfernung von knapp 25 km
erfolgte der Grenzübertritt erst über zwei Stunden später. Ursache waren zwei verstopfte Dieselfilter. „Ganz normal.“, kommentierte
Sven Hoppe, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Chemnitz, die Zwischenfälle.
Er bildete mit Dr. Fritz-Helge Voß (ständiger Vertreter des Landesbeauftragten für Sachsen, Thüringen), Norma Zamzow (Geschäftsstelle
Chemnitz), Markus Heydick (Geschäftstelle Erfurt), Ariane Becher (Landesverband Sachsen, Thüringen) und Jörg Sünderhauf (Ortsverband
Plauen) den THW-Verbindungsstab zu den tschechischen Einheiten und empfing den Marschverband kurz nach 18 Uhr auf dem Truppenübungsgelände
nahe Obrovice im Bezirk Karlovy Vari. Die tschechischen Kräfte hatten in Vorbereitung auf die gemeinsame Übung bereits eine Zeltstadt
errichtet und nutzen zur Überraschung der THWler die große Anzahl an Übungsteilnehmern für eine Triage-Übung. Jeder Anwesende erhielt
eine Übungsidentität und wurde als Flüchtling registriert und medizinisch versorgt. Nach dem gemeinsamen Abendessen kehrte am Ende des
Tages auch bald Ruhe in das Lager ein.
Die eigentliche Übung startete bereits 5 Uhr morgens am darauffolgenden Samstag mit dem Frühstück. Nach dem Festlegen der einzelnen
Pumpen-Abschnitte begann der Aufbau der über drei Kilometer langen Wasserförderstrecke. Der niedrige Wasserstand am Entnahmepunkt wurde
durch das Zupumpen von Wasser, durch tschechische Tanklöschfahrzeuge, ausgeglichen. Der stetige Fluss wurde allerdings zwischenzeitlich
durch sieben Schlauchplatzer unterbrochen. Die zum Teil neun Jahre alten Gewebeschläuche waren nicht alle der geballten Kraft der 5-
bis 15tausend-Liter-Pumpen gewachsen. Beobachtet von der tschechischen Führung, dem deutschen Verbindungsstab und VIP-Gästen aus beiden
Ländern konnte dennoch gegen halb eins der Übungserfolg vermeldet werden. Parallel zu den Arbeiten des THWs übten sich die Kräfte des
tschechischen Feuerwehrkorps im Löschen einzelner Brandstellen.
Besonders beeindruckend wurde ein etwa 50 Quadratmeter umfassender Flächenbrand von einem Hubschrauber und zwei Löschflugzeugen bekämpft.
Mehrere kleinere Feuer im großräumigen Gelände wurden zusätzlich klassisch unter Einsatz von Tanklöschfahrzeugen unter Kontrolle gebracht.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen begann der Rückbau der einzelnen Einsatzstellen bis zum Abendbrot. Nach diesem anstrengenden
Tag besiegelte man die deutsch-tschechische Zusammenarbeit bei einem Helferfest. Bis in die Nachtstunden wurde der erfolgreiche
Abschluss der Übung gefeiert. Bei der Abfahrt am Sonntag war eines klar: die Zusammenarbeit wird fortgesetzt – vielleicht schon
mit dem nächsten Übungsszenario im kommenden Jahr.
Text: Martina Geigenmüller, Team Öffentlichkeitsarbeit THW Landesverband Sachsen, Thüringen
Fotos zum Bericht:

die THW-Einsatzabschnittsleitung um Zugführer Schabehorn

die Fachgruppen Wasserschaden/ Pumpen beim Aufbau der Wasserförderstrecke

Tschechisches Feuerlöschflugzeug

ein geplatzter Schlauch wird ausgetauscht

die THW-Helfer werden als „Flüchtlinge“ während der Übung im humanitären Zentrum aufgenommen

ein Löschhubschrauber beim Übungs- Waldbrandeinsatz

über 3000 Meter Schlauch wurden verlegt
Fotos: THW / Für Großansicht bitte anklicken
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