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| Hochwasserhilfe 2002 (23.08.2002) |
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THW stellt erste Behelfsbrücke fertig
Brücken verbinden Menschen und Regionen - zumindest im Normalfall. Doch was ist, angesichts der momentanen
Hochwasserkatastrophe noch „normal“?. Allein in Sachsen fielen den Wassermassen 170 Brücken zum Opfer.
Derzeit sind 25 THW-Helfer in der Nähe von Glashütte, südlich von Dresden, mit dem Bau einer
Bailey-Brücke beschäftigt. Am heutigen Abend wird sie durch das lokale Straßenbauamt für den Verkehr freigegeben.
Die einzelnen Teile der zweistöckigen und zweiwandigen Brücke wurden von einer Spedition aus den Lagern
verschiedener THW-Ortsverbände zur Einsatzstelle transportiert. Vor Ort setzten die Helfer die einzelnen
Brückenteile mittels Bolzenverbindungen zusammen. Daraus entsteht dann ein, rund 45 Meter langes,
freitragendes Stahlkonstrukt. Der besondere Vorteil dieses, nach seinem Erfinder benannten Brückensystems,
ist, dass es von Hand und ohne schweres Gerät aufbaubar ist.
Schließlich wird die Konstruktion auf Rollen montiert und mit einem Vorbauschnabel über den vorgesehenen
Abschnitt vorgeschoben. Ist die Brücke positioniert, wird sie angehoben und nach Entfernen der Montagerollen
mit einem Hebegerät auf das Brückenlager abgesenkt. „Die Bauarbeiten gehen gut voran.
Die Stimmung im Team ist hervorragend“, so Patrik Weiser, THW-Brückenbauspezialist. Rund 120 Brückenteile
wurden insgesamt verbaut, um die neue Verkehrsverbindung zu schaffen. Das schwerste Bauelement wiegt gut
300 Kilogramm. Tatkräftige Unterstützung erhalten die THW-Einsatzkräfte bei ihren Arbeiten durch 15 Helfer der Bereitschaftspolizei.
Die alte Brücke war von den enormen Wassermassen unterspült worden. Dabei wurde die Fahrbahn durch ein
halbseitiges Loch zerstört. Die Brücke mußte provisorisch abgestützt werden.
Nach Freigabe der neuen THW-Brücke, die eine Verkehrslast bis 30 Tonnen trägt, kann der einspurige Verkehr wieder
problemlos fließen. Weitere Brückenbauarbeiten befinden sich zur Zeit in der Planung und sollen in der Nähe von Meißen durchgeführt werden.
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