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Bericht von 20.05.2008
Im Mittelpunkt: Koordination der Einheiten

Im Einsatzabschnitt 3 wurden verschiedene Rettungsarten im und am Wasser geübt. Dabei war die Koordination der Einheiten eine besondere Herausforderung. Vertreten waren in diesem Einsatzabschnitt immerhin sämtliche bei der Übung anwesenden Hilfsorganisationen.

Dabei war es das erste Mal, dass Einheiten das Technischen Hilfswerks unmittelbar und gleichzeitig mit Feuerwehr, Rettungsdienst, Armee, Polizei und Flussverwaltung Tschechiens zusammenarbeiten konnten. Die notwendigen Abstimmungsaufgaben wurden dabei souverän von der tschechischen Feuerwehr (HZS) bewältigt. Von Seiten des THW war in diesem Einsatzabschnitt ein Teil der Fachgruppe Wassergefahren des Ortsverbandes Pirna tätig. Das durch Uwe Schneider geführte Mehrzweck-Arbeitsboot kam bei den Evakuierungsmaßnahmen als Personentransporter als auch bei den Rettungsarbeiten als Sicherungsboot zum Einsatz.

1. Übungsteil - Evakuierung

Das Ziel des ersten Übungsteils war die Bewältigung eines Hochwasserszenarios, in dem eine Vielzahl von zum Teil verletzten Personen zu evakuieren waren. Die entsprechend präparierten zivilen Hochwasseropfer wurden auf der linkselbischen Seite von Kräften des HZS gesucht, erstversorgt und danach zum Ufer gebracht. Dort wurden sie von schwimmfähigen Bergepanzern und Luftkissenbooten der Armee, Booten der Feuerwehr und dem Mehrzweckboot des Technischen Hilfswerks über den Fluss zum rechtselbisch gelegenen Verbandsplatz übergesetzt. Danach wurden die nicht verletzten Personen von Polizeikräften zu bereitstehenden Bussen und die verletzten Personen von Angehörigen des HZS und Rettungsdienstes zu ständig eintreffenden Rettungswagen transportiert. Diese fuhren dann mit Sondersignal in das nächstgelegene Krankenhaus. Die Koordinierung der verschiedenen Einheiten wurde ohne Probleme durch das HZS gemeistert. Die gute Vorbereitung zeigte sich an vielen Stellen: Zum Beispiel befand sich im Boot des THW ständig ein Angehöriger des HZS, der gleichzeitig als Dolmetscher fungierte. Dadurch konnten organisatorische oder sprachlichen Kommunikationsschwierigkeiten erst gar nicht entstehen.

2. Übungsteil – Rettung aus dem Wasser

Das Ziel des zweiten Übungsteils war die Rettung von verletzten Personen im Uferbereich sowie zu ertrinken drohender Personen aus der Flussmitte. Beide Aufgaben wurden durch einen Hubschrauber der Polizei bewältigt. Der in der Luft schwebende Hubschrauber nahm mehrmals die zu rettenden Personen mit einer Seilwinde auf. Während dieses Teils sicherten neben mehreren schwimmfähigen Panzern der Armee auch Boote der Polizei, der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks den betroffenen Flussbereich ab. Das eine mehrfache Absicherung mit Booten sehr sinnvoll ist, zeigte ein kleiner „echter“ Einsatz für die Kameraden des THW-Bootes zu Beginn der Übung: Der Motor eines Bootes der tschechischen Feuerwehr-Kollegen versagte. Das Boot drohte abzudriften und gegen ein anderes Boot zu prallen. Den THW-Helfern gelang es, das Boot noch rechtzeitig zu stoppen.

Text: Falk Dietrich - Team für Öffentlichkeitsarbeit des Länderverbandes Sachsen, Thüringen


Fotos zum Bericht:

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 Fotos: Team Öffentlichkeitsarbeit des Länderverbandes Sachsen, Thüringen / Für Großansicht bitte anklicken



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