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Bericht von 19.05.2008
Trockenen Fußes über die Elbe

Pünktlich um sechs Uhr früh wird Einsatzabschnittsleiter Jörg Sünderhauf vom Ortsverband Plauen durch den Einsatzleiter der ALBIS 2008 mit folgendem Einsatzszenario konfrontiert: „Das Hochwasser an der Elbe im Bereich Litomerice zerstörte die Infrastruktur. Nun wird zur Evakuierung der Bevölkerung ein Seilsteg benötigt.“

Nach einer Geländeerkundung macht sich sein zwölfköpfiges Team am Einsatzabschnitt daran, unter strenger Beobachtung der THW-Observer aus Dresden und der tschechischen Feuerwehr auf jedem Ufer eines Seitenarms der Elbe jeweils zwei Dreiböcke aufzubauen. Dabei handelt es sich um drei Holzpfähle, die am Kopfende mit einem Seil verschnürt werden. Darüber wird ein Rundholz gelegt. Die Konstruktion weist nun eine entfernte Ähnlichkeit mit einem Schaukelgestell auf. Über dieses verlaufen zwei Stahlseile, die mittels Greifzügen über den Fluss gespannt werden.

Nun folgt die zweite Phase. Kurze Rundhölzer werden durch Spanngurte an vier Meter langen Holzbohlen befestigt. Sobald das THW im oder am Wasser arbeitet, muss ein Rettungsboot für alle Fälle bereit stehen. Diese Aufgabe übernehmen Olav Praetsch und sein Kollege Eric Schweigler vom Ortsverband Grimma. Der 42-jährige selbstständige Konditormeister verfolgt von seinem Schlauchboot aus das emsige Treiben am Ufer: „Schade, dass der Hängesteg heutzutage im THW viel zu selten zum Einsatz kommt. Es ist doch immer wieder beeindruckend, wie mit einfachsten Mitteln effektive Hilfe geleistet werden kann!“ Kurzzeitig werden die beiden von der Wasserschutzpolizei aus Dresden unterstützt.

Unterdessen werden die Holzplatten wie auf Schienen mit Leinen über die beiden Stahlseile gezogen. Dabei müssen die Helfer etappenweise vorgehen. Hinter der weiträumigen Geländeabsperrung hat sich mittlerweile eine beachtliche Anzahl von Besuchern eingefunden. Zwischendurch stellt sich Einsatzleiter Jörg Sünderhauf immer wieder den Fragen der deutschen und tschechischen Pressevertreter. Besonders freuten sich die Helfer über den Besuch des Landesbeauftragten für Sachsen, Thüringen, Manfred Metzger, der neben jeder Menge Lob auch das Versprechen ablegte, sich persönlich um die Verpflegung der mittlerweile hungrigen Helferinnen und Helfer zu kümmern. Nach fünf Stunden ist der Seilsteg schließlich fertig aufgebaut. Über ihn kommen im Laufe des Tages neben Volker Strotmann, Abteilungsleiter Einsatz der THW-Leitung in Bonn, auch etliche tschechische Besucher trockenen Fußes ans gegenüberliegende andere Ufer.

Text: Philipp Neumeyer, Team Öffentlichkeitsarbeit des Länderverebandes Sachsen, Thüringen


Fotos zum Bericht:

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Ansprechpartner HZS

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Auf dem Seitenarm der Elbe

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Der Bau des Stegs beginnt

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Einsatzstelle am Nebenarm der Elbe

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Material für den Stegebau

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Stegebau

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Stegebau

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Stegebau

 Fotos: THW / Für Großansicht bitte anklicken



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