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| Bericht von 18.05.2008 |
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Auf dem Marsch nach Tschechien II
Es ist halb sieben am Morgen. Die Helfer der Fachgruppe Führung/ Kommunikation des Ortsverbandes Leipzig sitzen auf ihren beiden
Fahrzeugen auf und bewegen sich Richtung Pirna. Hier nämlich treffen sich alle Ortsverbände des Technischen Hilfswerks,
die über dieses Wochenende an der grenzüberschreitenden EU-Übung ALBIS 2008 teilnehmen.
Nachdem auch die Geschäftsstelle Leipzig über den Abmarsch informiert wurde, geht es mit 70 km/h erst einmal Richtung Dresden.
Ein eigenartiges Tempo auf der Autobahn – sogar LKWs sind schneller und überholen die sechs Helfer in ihren Fahrzeugen. Das zweite
Fahrzeug meldet sich per Funk „Nicht so schnell, unsere Scheiben wackeln schon.“ Der FüKomKW hat eben schon ein paar Jahre auf dem
Buckel und wie Gruppenführer Michael Grüttner erzählt, bisher auch immer treue Dienste geleistet. Die 70 km/h werden ab sofort eingehalten.
Gegen 8.30 Uhr nähern sich die Leipziger Pirna. THW-Lotsen an der B172 zeigen, dass auch die Sammelstelle des THW nicht mehr
fern sein kann. Nach der Ankunft im OV Pirna stärken sich die Helfer erst einmal im Verpflegungszelt. Doch wirkliche Ruhe wird
ihnen nicht gegönnt. Bereits kurze Zeit später muss die Einsatzbereitschaft über Funk aus dem Fahrzeug gemeldet werden. Es dauert
nicht lang und alle Fahrzeuge der ersten Marschgruppe werden als Kolonne gestellt. 10.00 Uhr wird jedem Helfer noch ein kleiner
Verpflegungsbeutel für die weitere Fahrt überreicht und nur ein paar Minuten danach kam der Marschbefehl - die Kolonne setzt sich
in Bewegung. Innerhalb von 10 Minuten, unterstützt durch Absperrungen der deutschen Polizei, durchquert die etwa ein Kilometer
lange Fahrzeugkolonne Pirna – eine Hauptverkehrstraße liegt dadurch komplett lahm, viele private Autofahrer müssen warten.
Für 10 Minuten steht auf Pirnas Straßen alles still
Auf der Autobahn angekommen, geht es dann schnell bis zur tschechischen Grenze. Bei einem kurzen Zwischenstopp werden Mautzähler
überreicht und alle Fahrzeuge noch einmal kurz gecheckt. Neben den Routineaufgaben: ein neuer Auftrag für die Leipziger.
Sie sollen einen Anhänger vom OV Suhl übernehmen. Nach der Rangierarbeit auf dem engen Parkplatz hat Leipzig dann den Hänger
übernommen.
Begleitet von jeweils zwei Motorrädern und einem Auto der tschechischen Polizei am Anfang und Ende der Kolonne setzt sich diese
wieder in Bewegung. Auf der Autobahn kommt es dann gerade bei Steigungen zu dem Problem, dass sich die Kolonne entzerrt und
größere Lücken entstehen. Auslöser sind hier die unterschiedlich leistungsstarken oder auch schwer beladenen sowie mit Anhängern
ausgestatteten Fahrzeuge. Der Befehl über Funk: „Geschwindigkeit etwas zurücknehmen.“ Schnell findet sich die Marschgruppe
wieder zusammen. Weiter geht es auf Autobahn und Landstraße bis nach Litomerice. Ab und zu entzerrt sich die Gruppe noch einmal,
kommt aber ohne wirklich größere Probleme gegen 13.00 Uhr sicher auf dem Übungsgelände in Litomerice an.
Die Leipziger müssen noch den Anhänger zurück an Suhl übergeben. Die Fachgruppe Logistik wartet bereits. Wieder ist das
Können des Leipziger Kraftfahrers beim Rangieren gefordert und nach kurzer Zeit ist die Aufgabe gemeistert. Nun geht es an die
wirkliche Aufgabe der Leipziger: Unterstützung im Bereich Führung und Kommunikation. FmKW und FüKomKW werden entsprechend
platziert. Vorbereitung und Aufbau beginnen – bei plötzlichem Wolkenbruch . Langsam kommen die Leipziger wirklich in
Litomerice an. Die Sonne, die sich ihren Weg wieder aus den Wolken heraus kämpft, tut ihr übriges dazu. Überall auf dem
Gelände sieht man reges Arbeiten und Treiben. Freitag, der Aufbautag, läuft in vollem Gange.
Text: Daniel Postelt Team Öffentlichkeitsarbeit des Länderverbandes Sachsen, Thüringen
Fotos zum Bericht:

Blick auf die Marschkolonne aus Leipzig

Der Abmarsch nach Tschechien beginnt

Genug Verpflegung dabei

Gleich geht es los

Letzte Besprechung

Mal schauen was alles so drin ist im Verpflegungsbeutel

Ruhe vor dem Sturm
Fotos: THW / Für Großansicht bitte anklicken
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