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| Einsatzbericht vom 08.11.2011 |
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Nach 125 Tagen im Einsatz zurück im Ortsverband Aue-Schwarzenberg
Professionelle Sicherheitskräfte und Katastrophenschützer werden nicht nur innerhalb der Bundesrepublik Deutschland benötigt.
Aktuell befinden sich zum Beispiel zirka 5.000 Bürgerinnen und Bürger als Bundeswehrsoldaten im Afghanistaneinsatz.
Auch im Auslandseinsatz ist für die Bundeswehr die Sicherheit der eigenen Einheiten das höchste Ziel des täglichen Wirkens. Hierzu besitzen die
deutschen Streitkräfte eine eigene hochmoderne Feuerwehr, die auf rund 3.500 militärische und zivile Fachkräfte zurückgreifen kann. Einer von ihnen
ist der Lößnitzer Sven Müller (25). Stationiert in der Otto-Lilienthal-Kaserne im bayrischen Roth, leistete Müller in den letzten vier Monaten
seinen Dienst im Camp Marmal der ISAF-Truppen nahe dem nordafghanischen Mazar-e Sharif.
Im zivilen Leben engagiert sich Müller ebenfalls im Brand- und Katastrophenschutz. Neben der Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Lößnitz,
ist er auch als Gruppenführer für die 2. Bergungsgruppe des Ortsverbandes Aue-Schwarzenberg ehrenamtlich tätig. Umso mehr freute sich der amtierende
Helfersprecher für den THW-Ortsverband Aue-Schwarzenberg und Landessprecher für Sachsen, Gerald Hiemer, den Auer Helfer im Rahmen der Zugversammlung
am vergangenen Samstag (29.10.) offiziell wieder in Deutschland und im Dienst für das Technische Hilfswerk begrüßen zu können. Gerald Hiemer
verdeutlichte, dass es ihn mit Erleichterung erfüllt, dass Müller diesen Auslandseinsatz unbeschadet überstanden hat und nun wieder sicher in der Heimat angekommen ist.
Im größten Feldlager der Bundeswehr außerhalb der Bundesrepublik Deutschland stellte Sven Müller zusammen mit seinen Kameraden der Fliegerhorstfeuerwehr
Mazar-e Sharif den Brandschutz bei Start und Landung militärischer Luftfahrzeuge genauso sicher, wie den Feuerwehrdienst für das gesamte Camp,
welches Kräfte aus zirka 20 NATO-Nationen beheimatet. So reichte das Einsatzspektrum von Ölspuren, technischen Hilfeleistungen über Luftnotlagen bis
hin zu Gebäudebränden. Neben diesen originären Brandabwehraufgaben für die ISAF-Truppen, leisten die „Firefighter“ der Bundeswehr auch Aufbau- und
Unterstützungsaufgaben in Zusammenarbeit mit den örtlichen Feuerwehrkräften. Dies umfasst z.B. die Einsatzunterstützung bei Großbränden in Mazar-e
Sharif oder die Ausbildung der afghanischen Brandschützer.
Dabei kann Müller in seinem Dienst bei der Bundeswehr gleich doppelt aus dem Engagement bei Feuerwehr und THW profitieren. Stehen ihm doch bei beiden
Organisationen kostenfreie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten offen, die auch bei den Streitkräften benötigt werden. Darüber hinaus können in der
Funktion als Gruppenführer bei Einsätzen und selbst geleiteten Ausbildungsmaßnahmen unerlässliche Erfahrungen gesammelt werden. So befand sich Müller
zum Beispiel 2005 bereits mit dem THW im Auslandseinsatz in New Orleans.
Sven Müller zeigt, wie vorteilhaft und fachlich ineinander übergreifend ein hauptberufliches und ehrenamtliches Engagement sein können.
Wir danken ihm für seinen Einsatz.
Text: Michael Schulze, BÖ OV Aue-Schwarzenberg
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