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Einsatzbericht vom 01.09.2010
Hochwasser in Sachsen: Auer Helfer pumpten in Zittau

Nach Taltiz, Aue und Chemnitz bahnte sich am 11.08.2010 bereits ein neuer Einsatzort für den Ortsverband Aue-Schwarzenberg an.

Gegen 11:00 Uhr alarmierte die Geschäftsstelle Chemnitz die Fachgruppe Wasserschaden / Pumpen für einen Einsatz im sächsischen Zittau. Bereits 13:00 Uhr setzte sich die Einsatzeinheit bestehend aus der Fachgruppe Wasserschaden / Pumpen und der 2. Bergungsgruppe in Marsch. Das erste Ziel der Einsatzkräfte war der Ortsverband Zittau um dort an einer Lagebesprechung teilzunehmen und den Einsatzbefehl zu erhalten.

1. Einsatzstelle: Klärwerk Rosenthal

Im Klärwerk Rosenthal setzte der Ortsverband Aue-Schwarzenberg die volle Pumpleistung seiner Fachgruppe ein. Erschwert wurden die Pumparbeiten vor Ort durch einen immens hohen Fitanteil im Klärwasser. Dies resultierte daraus, dass eine nahegelegene Fitherstellungsfirma überflutet wurde und sich die Wassermassen im Bereich der Kläranlage sammelten. Trotz dieser erschwerten Arbeitsbedingungen war dieser Einsatz von vollem Erfolg gekrönt. Bereits am Donnerstagvormittag konnte das Klärwerk wieder einen Notbetrieb für 4000 Menschen aufnehmen. So war das THW zu großen Teilen an einer Epidemievermeidung beteiligt. Jedoch konnte dieser Notbetrieb nur eine beschränkte Zeit aufrecht erhalten werden, da am nächsten Tag erneut Starkregen einsetzte und das Areal wieder zu überfluten drohte. Diesmal wurde die Situation durch fünf Feuerwehren abgesichert, da die THW-Helfer bereits an einer anderen Stelle im Einsatz waren und diese nicht verlassen konnten.

2. Einsatzstelle: Drausendorf

Die zweite Einsatzstelle erstrecke sich unweit der deutsch-polnischen Grenze über ein größeres Areal von Landflächen, einem Bauernhof und einem Garagenkomplex. Jedoch erforderte auch diese Einsatzstelle ein Sonderhandeln der Einsatzkräfte. Die zu beseitigten Wassermassen mussten über eine Straße abgeleitet werden. Dieser Verkehrsweg war aufgrund von Deicherhöhungsarbeiten jedoch die einzige Zufahrt zum Dorf. Mit Unterstützung der Fachgruppe Räumen des Ortsverbands Suhl konnte dieses Problem allerdings schnell gelöst werden. Als Notmaßnahme wurden über die Straße drei Rohre verlegt und mit Hilfe eines Radladers ein Erdwall aufgeschüttet. So konnte der Verkehr über die Dorfzufahrt ungehindert rollen. Ein besonderer Dank gilt den Kameraden des Ortsverbands Suhl auch für die Bereitstellung eines Pumpenplatzes. Bis Freitagmittag wurde an dieser Einsatzstelle auf Hochtouren gepumpt und die Wassermassen beseitigt.

3. Einsatzstelle: Sportstätte in Zittau

Statt die Einweihung der neuen Sportstätte nahe dem Zittauer Tierpark zu feiern, musste auch dieses Areal von den Wassermassen befreit werden. Auf einer Fläche bestehend aus Wiesen, Wäldern, Garagen und der Sportstätte sollten die Auer Einsatzkräfte den Wasserspiegel senken. Mit der Pumpleistung des Technischen Hilfswerkes wurde es möglich die Garagen und die Sportstätte vom Wasser frei zu legen. Danach wurde beschlossen, dass das Wasser auf der Wiese und in den Wäldern keinerlei Pumparbeiten notwendig macht, sondern natürlich ablaufen kann. Eine reibungslose Abreise der Einsatzkräfte gen Aue war jedoch noch nicht möglich. In der Nacht von Freitag auf Samstag gab es wieder starke Gewitter im Raum Zittau. Dabei waren zahlreiche Bäume umgestürzt, sodass sich die Auer Helfer den Weg quasi freischneiden mussten. Anschließend folgten noch einige Lageerkundungen diverser Einsatzstellen. Nach Absprache mit den örtlichen Feuerwehren war hier allerdings die Unterstützung durch das THW nicht notwendig, sodass die Kameraden des Ortsverbandes am Samstagabend wieder in der Unterkunft in Aue/Alberoda eintrafen.

Text: Michael Schulze, OV Aue-Schwarzenberg


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