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Einsatzbericht vom 16.08.2010
Weiterhin vielfältige Aufgaben des THW im Bombardierwerk Bautzen

Wie berichtet, wurde in der Nacht zum Sonntag (8. August) das Werksgelände des kanadischen Schienenfahrzeugherstellers Bombardier überflutet.

Die Spree schoss über einen Schutzdamm und riss auf dem Weg in ihr altes Flussbett selbst schwere Tore und Maschinenanlagen mit sich fort. Seit Sonntag ist das Technische Hilfswerk mit mehr als 100 Einsatzkräften vor Ort.

Auch heute, nach drei Tagen Pump- und Aufräumarbeiten, ist an eine Weiterführung der Produktion im 1200 Arbeitsplätze umfassenden Werk nicht zu denken. Große Teile des Werksgeländes standen unter Wasser und sind jetzt mit einer übelriechenden Schlammschicht bedeckt. Teile von Produktionsanlagen sind zerstört und die zentrale Stromversorgung ist ausgefallen. An verschiedenen Stellen stapeln sich vom Hochwasser unbrauchbar gewordene Werkzeuge, Arbeitsmaterialien und anderes Inventar.

Während es zu regnen beginnt, erklärt Mirko Danzmann, Einsatzleiter des THW, dass sich die Lage seit 24 Stunden zuspitze. Neben den bisher durchgeführten Pump- und Aufräumarbeiten sowie dem Einspeisen von Notstrom, habe die Deichverteidigung höchste Priorität: Neue starke Regenfälle seien vorhergesagt, ein langer Deichabschnitt ausgehöhlt und zum Teil durchbrochen worden. Weitere Einsatzkräfte des THW seien deswegen unterwegs. Danzmann ist optimistisch und lobt die gute Zusammenarbeit mit allen Fluthelfern. Unter der Leitung des THW-Führungsstabes arbeiteten ein Großteil der Belegschaft, die Werks- und Ortsfeuerwehr, externe Firmen und nicht zuletzt viele Einsatzkräfte aus verschiedenen THW-Ortsverbänden Hand in Hand.

Das Wirken der Einsatzkräfte zur Sicherung der Produktionsanlagen vor den Fluten der Spree besteht vor allem in der Stabilisierung, d. h. Verfestigung und teilweisen Erhöhung des Deiches. Da wo es erforderlich ist, wird die flussseitige Flanke des Deiches mit strapazierfähigen wasserundurchlässigen Folienbahnen gegen zerstörerisches Sickerwasser bedeckt. Nach einem bewährten Schema werden diese Folien gegen das anströmende Hochwasser mit Sandsäcken fixiert. Zur schnellen Beseitigung größerer Lücken im Deichsystem werden „big bags“, das sind übergroße Sandsäcke, mithilfe von Baumaschinen mit Sand gefüllt und zum Einsatzort verbracht.

Nachtrag vom 15.08.2010: Die Mühen haben sich gelohnt, die weiteren starken Regenfälle konnten dem befestigten Deich nichts anhaben.

Text: Falk Dietrich – Team Öffentlichkeitsarbeit, THW-Landesverband Sachsen, Thüringen


Fotos zum Bericht:

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 Fotos: Falk Dietrich / Für Großansicht bitte anklicken



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