Aus dem Einsatzgebiet
Zusammen mit den HCP-Einsatzkräften sind Robert Riedel und Falk Dietrich vom Team Öffentlichkeitsarbeit des
Landesverbandes Sachsen, Thüringen in Polen. Hier der erste Bericht aus dem Einsatzgebiet.
Nach großflächigen Überschwemmungen in Polen hat die dortige Regierung über die Europäische Union internationale Hilfe
angefordert. Diese entsendete am 19.05.2010 vier sogenannte HCP-Module (HCP= High Capacity Pumping) vom deutschen THW in
die Krisenregion. Ein solches Modul besteht aus drei Großpumpen mit Zubehör und einem Team von 15 bis 20 THW-Spezialisten.
Im Modul Sachsen, Thüringen sind:
- THW Ortsverband Bautzen mit Pumpe 5000 Liter/Minute
- THW Ortsverband Eilenburg mit Pumpe 5000 Liter/Minute
- THW Ortsverband Saalfeld-Rudolstadt mit Pumpe 15000 Liter/Minute
Eines dieser Module stellt der Landesverband Sachsen, Thüringen bereit. Schon am Mittwochmittag, nach der Alarmierung,
machten sich die Kameraden in den Ortsverbänden Rudolstadt/Saalfeld, Bautzen und Eilenburg bereit und verlegten mit Ihrer Technik
zum THW Ortsverband Görlitz. Von hier aus ging es dann noch in der selben Nacht zum Einsatzort. Dieser liegt rund 350km im
Landesinneren in Südpolen.
Die Kräfte erreichten Ihr Ziel früh am nächsten Morgen in der Nähe der Stadt Opole. Hier wurde den Helfern von der Polnischen
Feuerwehr (STRAZ) ein Quartier in einer Katastrophenschutzschule zugewiesen.
Gleich darauf wurde dann auch die erste Einsatzstelle erkundet und mit den Arbeiten begonnen. An einer Glas produzierenden Fabrik
droht das Hochwasser, die Produktionsgebäude zu überschwemmen. Mit Hilfe der Großpumpe aus dem Ortsverband Rudolstadt/Saalfeld
wird hier der Wasserpegel niedrig gehalten. Diese Pumpe hat eine maximale Pumpleistung von 15000 Liter/Minute.
Für die beiden anderen Pumpen kam dann am Nachmittag der konkrete Einsatzauftrag. Ein großes Elektrokraftwerk in der Nähe von Opole
ist bedroht. Dieses Kraftwerk ist das einzige in der Region noch am Netz befindliche. Es droht nun durch die steigenden Pegel
auszufallen. Hier werden zur Zeit die beiden Pumpen der Ortsverbände Bautzen und Eilenburg eingesetzt, um das Wasser aufzuhalten.
Alle drei Pumpen sind seither an den Einsatzstellen ununterbrochen im Einsatz und werden im Schichtbetrieb durch die THW-Kameraden
bedient und überwacht. Die Einsatzdauer ist noch nicht absehbar.
Text: Robert Riedel – Team Öffentlichkeitsarbeit THW Landesverband Sachsen, Thüringen
Fotos zum Bericht:

Besprechung mit dem Feuerwehrabschnittsleiter am Kraftwerk

Besprechung mit dem Feuerwehrabschnittsleiter am Kraftwerk

deutsch – polnische Zusammenarbeit

deutsch – polnische Zusammenarbeit

Aufbau der Pumpe an der Glasfabrik

Aufbau der Pumpe an der Glasfabrik

Überschwemmte Ortschaft

die Pumpen am E-Werk laufen

Aufbau der Pumpe an der Glasfabrik

Aufbau der Pumpe an der Glasfabrik
Fotos: Falk Dietrich / Für Großansicht bitte anklicken
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