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| Einsatzbericht vom 23.02.2010 |
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Wenn jede Sekunde zählt...
Dass der THW-Ortsverband Dippoldiswalde nicht nur technisch sondern auch medizinisch in das Hilfeleistungssystem eingebunden ist,
konnte am vergangenen Samstag wieder unter Beweis gestellt werden.
Wie kam es dazu? Zugführer Lars Werthmann hatte an diesem Tag Leitungsdienst beim Rettungsdienst Dippoldiswalde,
als er zum Einsatz gerufen wurde. An der Einsatzstelle, die er parallel mit dem Rettungshubschrauber Christoph 38 aus Dresden erreichte,
bot sich ein tragisches Bild. Eine ältere Dame war die Treppe in einem Mehrfamilienhaus heruntergestürzt und klagte nun über Symptome,
die auf eine schwere Wirbelsäulenverletzung schließen ließen. Im Falle einer derartigen Verletzung hat die schonende Rettung und ein
Minimum an Bewegung oberste Priorität.
Dies gestaltete sich trotz herbeigerufener Feuerwehr sehr schwierig, da die Verletze auf engstem Raum im Treppenhaus lag.
Nach Rücksprache mit dem Notarzt beschloss man die Rettung über ein sogenanntes Spineboard vorzunehmen. Das Spineboard kommt aus den
USA und ist im Deutschen Rettungsdienst noch selten vertreten. Gut, dass der THW-Ortsverband Dippoldiswalde bereits seit geraumer Zeit
über zwei solche Bergebretter verfügt. Kurzerhand wurden zwei Helfer des Ortsverbandes alarmiert. Diese begaben sich auf schnellsten Weg
mit dem MTW und Spineboard zur Einsatzstelle.
Nach der Umlagerung auf das modernen Bergebrett, konnte die Patientin mit Hilfe der Feuerwehr schnell zum Rettungshubschrauber
transportiert und mit diesem in die UNI Klinik Dresden geflogen werden.
Der Verdacht der Wirbelsäulenverletzung sollte sich leider bestätigen, jedoch konnte durch die gute Zusammenarbeit von Rettungsdienst,
Feuerwehr und THW eine weitere Schädigung der Patientin vermieden werden.
Eingesetzte Mittel und Kräfte:
- 2 LF Feuerwehr: 1/ 2/ 18
- RTH Christoph 38: 0/ 0/ 3
- RTW DW: 0/ 0/ 2
- OrgL.DW: 1/ 0/ 0
- MTW THW: 0/1/ 1
Text: Michael Hahne, BÖH OV Dippoldiswalde
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