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| Einsatzbericht vom 20.04.2009 |
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Amtshilfe
Ein Anruf der Polizei mit der Bitte um Amtshilfe erreichte den Zugführer vom Dienst des Ortsverbandes Dresden am
Ostermontag, 13.00 Uhr.
Dieser verständigte den Ortsbeauftragten zur Abklärung des Sachverhaltes.
Nach Rücksprache mit der Polizei wurde für 13.45 Uhr eine gemeinsame Erkundung der Einsatzstelle mit dem Gruppenführer der
Fachgruppe Räumen (FGrR) durchgeführt. Das Ergebnis lautete für den Ortsverband (OV) Dresden:
- Auftraggeber ist das LKA Sachsen
- Technische Hilfe bei der Spurensicherung in der Alberstadt-Kaserne in Dresden durch das Beräumen der Brandstelle durch die FGrR
- Abtragen des durch Brandeinwirkung beschädigten Freidaches durch die Bergegruppen
- Ggfs. Ausleuchten der Einsatzstelle
Nach der Rückkehr in den OV Dresden wurden die Einzelheiten für den Einsatz am nächsten Tag abgesprochen und die Helfer verständigt.
Aufträge für den 1. Einsatztag (14.04.2009) waren:
- Das Anheben und Verbringen der abgebrannten Pkws und der Kleintransporter auf Anweisung des LKA mit dem Bergeräumgerät, was sich von 10.00 Uhr am Vormittag bis in den Nachmittag hinzog.
- Unterstützung beim Abtransport der ausgebrannten Lkw, die mit der Hilfe eines Bundeswehrkranes auf den Tieflader der FGrR verladen wurden und an anderer Stelle mit der Hilfe eines 2. Kranes wieder abgeladen wurden.
- Ab dem Nachmittag Abtragen der Blecheindeckung des Freidaches durch das Bergeräumgerät (BrmG) mit Polypengreifer, so das am Mittwoch die Bergegruppe des 1.TZ mit der Zerlegung des Stahlbinderdaches beginnen kann.
- Erkundung des Freidaches für den Rückbau durch den Zugführer des 1.TZ und den Baufachberatern, sowie die Planung des Einsatzes für den Mittwoch, 15.04.2009
Diese Aufträge wurden am Dienstag erfolgreich abgeschlossen und die Fachgruppe Räumen verlegte zur Einsatznachbereitung
wieder in den OV, wo erst einmal die Abendverpflegung auf Sie wartete.
Aufträge am 2. Einsatztag waren (15.04.2009):
- Zerlegen der Stahlbinder des Freidaches und Herausheben der einzelnen Elemente mit der Hilfe der Bundeswehrkrane.
- Löschbereitschaft mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr Dresden, die das Schlaumaterial für eine eventuelle Brandbekämpfung beim thermischen Trennen.
Diese Aufgabe gestaltete sich wesentlich schwieriger als ursprünglich angedacht. Durch die große Hitzeeinwirkung hatten sich die
Stahllängsbinder verzogen, das die Gefahr bestand, das die Querträger beim thermischen Durchtrennen zurück schnellen könnten.
Das LKA entschied darauf, die ganze Konstruktion durch vier Trennschnitte mit Schneidladungen zu sprengen.
Nach der erfolgreichen Sprengung, die die Dachkonstruktion in zwei Teile trennte, erfolgte der Versuch mit den beiden Fahrzeugkranen
der BW die nun freiliegende Dachhälfte anzuheben. Dieses scheiterte aber daran, dass sich die Stahlträger mit den abgebrannten
Bussen, die darunter abgestellt waren verbunden hatten und somit das berechnete Gesamtgewicht die Tragfähigkeit der Krane überschritt.
Daraufhin begann der 1.TZ die Stahlkonstruktion, die nun spannungsfrei war, thermisch zu zerlegen.
Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit, es war mittlerweile 17.00 Uhr und der 1.TZ seit 08.00 Uhr im Einsatz, wurde der 2. TZ zur
Ablösung nachgeordert. Die Übergabe der Einsatzstelle an den 2.TZ unter der Führung seines ZF erfolgte dann gegen 19.00 Uhr.
Bis Donnertag morgen 4.00 Uhr, zerlegte dann der 2.TZ die verbliebene Dachkonstruktion und wurde dann heraus gelöst.
Aufträge für den 3.Einsatztag (16.04.2009):
- Unterstützung beim Herausheben der verbliebenen Dachkonstruktion.
- Bereitstellen von technischen Hilfsmitteln
Ab 8.00 am Morgen liefen die Vorbereitungen für das Anheben der verbliebenen Konstruktion an. Es mussten kleinere Bäume, die im
Schwenkbereich der Krane standen durch die Helfer entfernt werden.
Danach konnte das Anheben in Angriff genommen werden, was dann auf Anhieb funktionierte. Die Krane hoben die verbliebene Dachkonstruktion
an und schwenkten Sie auf die Seite, so dass im Anschluss die beiden abgebrannten Busse ebenfalls geborgen werden konnten.
Nach dem Aufladen der Stapelhölzer und dem Einräumen des bereitgestellten technischen Materials war der Einsatz für den OV um
9.45 Uhr an der Einsatzstelle beendet. Die eingesetzten Helfer der FGrR, die an diesem Tag im Einsatz war verlegten wieder in den
OV und führten bis 13.00 Uhr die Einsatznachbereitung mit den anderen im OV vorhandenen Helfern durch, um die Einsatzbereitschaft
wieder herzustellen. Insgesamt betrug die Einsatzdauer 73 Stunden, 35 Helfer waren im Einsatz.
Eingesetzte Fahrzeuge und Gerät des OV Dresden:
- 1. TZ: GKW 1, GKW 2, BrmG mit Lkw 9t und Tieflader 18t
- 2. TZ: GKW 1, Lkw 7t Brückenbau für den Holztransport
- FK: Führung/Kommunikation KW
- OV Stab: MTW
- Thermische Schneidgeräte, Motorkettensäge, Motortrennschleifer, elektrische Trennschleifer, Stapelhölzer zum Abstützen, diverses Kleinmaterial usw.
Text: Walter Henschel, OB OV Dresden
Fotos zum Bericht:
Fotos: OV Dresden / Für Großansicht bitte anklicken
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