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| Einsatzbericht vom 23.03.2009 |
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Gebäudeniederlegung im Stadtkern von Suhl
Der THW-Ortsverband Suhl wurde am Dienstag, 17. März 2009, angefordert.
Ein einsturzgefährdetes Gebäude war in Amtshilfe gemeinsam mit der Feuerwehr der Stadt Suhl niederzulegen.
Bereits am 10. März 2009 lösten sich Gebäudeteile des alten Fachwerkhauses in der Gothaer Straße 55 und
stürzten herab. Umgehend wurde die vor dem Haus vorbeiführende Gothaer Straße für den Fahrzeug- und
Fußgängerverkehr gesperrt. Das Bauaufsichtsamt der Stadt Suhl beauflagte den Hauseigentümer mit der statischen
Überprüfung des Hauses, gegebenenfalls mit dem Abriss.
Zwischenzeitlich stürzte am 14. März ein Giebel dieses Hauses ein. Der Hauseigentümer kam bis zum
17. März 2009 der Forderung zur Verkehrssicherung seines Eigentums nicht nach. Mit Ablauf der Frist,
wegen der Gefahr im Verzug, wurde eine Ersatzvornahme des Bauaufsichtsamtes angeordnet.
Mit den technischen Möglichkeiten des THW und der Feuerwehr wurde die Gefahrenabwehr durchgeführt.
Dabei waren die besonderen Umstände, dass sich keine Einsatzkraft mehr in dem Gebäude aufhalten darf,
zu berücksichtigen. Mit der Drehleiter der Feuerwehr wurden von außen zuerst die Schornsteine und dann tragende
Balken des Daches angeschlagen und mit Winden um-, bzw. herausgezogen.
Das Obergeschoss wurde mit einem weiteren Seil gesichert, da das Haus dreigeschossig war und gegenüber der
Frontseite ein weiteres Haus in einem möglichen Trümmerschatten steht. Zuerst konnte der Vorderbereich des
Dachgeschosses niedergelegt werden. Danach wurden Gebäudeteile mit den Fenstern in der ersten Etage in die
beabsichtigte Fallrichtung herausgezogen.
Als es zwischenzeitlich dunkel wurde, musste die Einsatzstelle zusätzlich ausgeleuchtet werden. In vielen
Einzelschritten wurden dann immer mehr Zug- und Druckstäbe des Fachwerkes entfernt. Endlich, kurz nach Mitternacht,
brachen die gefährlichen Etagen oberhalb der Straße in sich zusammen. Abschließend wurde die Brandschutzwand umgezogen.
Wie beabsichtigt, jedoch mit viel mehr Zeitaufwand, rutschten die niedergelegten Gebäudeteile abwärts.
Sie lagen auf dem Grundstück des Gebäudeeigentümers. Anderer Bauschutt bildete einen großen Trümmerhaufen
auf dem noch intakten Keller.
Gegen 01.00 Uhr wurden zur Sicherung des Grundstückes Bauzäune an der Grundstückgrenze aufgestellt.
Die Verkehrsfreigabe der Gothaer Straße, einer der Hauptausfahrtstraßen aus dem Suhler Innenstadtbereich,
erfolgte jedoch erst am Mittwochnachmittag. Der Bauhof der Stadt Suhl hatte bis dahin noch den Gehweg an der
Grundstücksgrenze und die Straße von Steinbrocken und Staub zu reinigen.
Mit dem Einsatz wurde die Gefahr durch herabfallende Ziegel und Gebäudeteile für Passanten des Grundstückes
beseitigt. Trotz der baulichen Absperrung des Gebäudebereiches hatten immer wieder Bürger diese Absperrung
geöffnet und den gefährdeten Bereich betreten. Nicht zuletzt war dies auch einer der Gründe, dass umgehend
die Gefährdungslage beseitigt werden musste.
Für die Einsatzkräfte des THW endete der zehnstündige Einsatz am 18.03.2009, um 02:00 Uhr.
Eingesetzte Kräfte und Mittel:
- Feuerwehr Suhl: HLF 20, DLK 23/12, RW1, 8 Einsatzkräfte
- THW Suhl: GKW 1 / 1.TZ, GKW 2 / 1.TZ, GKW 1 / 2.TZ, Radlader, Kipper FG Räumen, 12 Einsatzkräfte
Text: THW-Ortsverband Suhl
Fotos zum Bericht:
Fotos: THW-Ortsverband Suhl / Für Großansicht bitte anklicken
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