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| Bericht vom 19.08.2011 |
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Alarmierungskonzept für das HCP-Modul
Mit Wirkung vom 1. Juli 2011 ist das Alarmierungskonzept für das High-Capacity-Pumping-Modul (HCP) des THW-Landesverbandes Sachsen, Thüringen in Kraft gesetzt.
Dies und der individuelle Einsatzauftrag sind nunmehr Grundlage für alle Handlungen des HCP-Moduls.
Hochwasser und Überflutungen haben die Mitgliedsländer der Europäischen Union in den vergangenen Jahren ausreichend meistern müssen. In diesen Schadenslagen kommt es
auch international auf schnelle Hilfe an. Der THW-Landesverband Sachsen, Thüringen stellt hierfür im Rahmen des EU-Gemeinschaftsverfahrens eines von insgesamt acht
deutschen High Capacity Pumping Module (HCP) zur Verfügung. Zur Ausrüstung eines HCP-Moduls gehören Hochleistungspumpen mit einer Leistung von bis zu 15.000 Litern pro
Minute. Dieses Modul ist innerhalb von zwölf Stunden nach Alarmierung einsatzbereit, kann in schwierigem Gelände arbeiten und ist autark einsetzbar, kann sich also selbst
versorgen. Weiterhin ist das Modul EU-weit kompatibel und im internationalen Miteinander weltweit einsatzfähig.
Für eine solche Sondereinheit bedarf es speziell ausgebildeter Helferinnen und Helfer, die sich ihrer überaus großen Verantwortung bewusst, schnell einsatzbereit und vor
allem flexibel sind. Zusammen mit einer Arbeitsgruppe, bestehend aus ehren- wie auch hauptamtlichen Mitgliedern, hat Michael Vollweiler, Referent Einsatz der
LB-Dienststelle in Altenburg, den Aufbau des HCP-Moduls seit Ende 2009 organisiert und die Personalauswahl getroffen. Aktuell umfasst diese Spezialeinheit 42 Helferinnen
und Helfer, die sich derzeit auf 16 Ortsverbände des Landesverbandes verteilen. Um die Einsatzbereitschaft jedoch reibungslos zu gewährleisten, wird eine Mehrfachbesetzung
der einzelnen Funktionen angestrebt. Alle Helferinnen und Helfer des HCP-Moduls übernehmen einen Expertenstatus gem. Dienstanweisung Auslandsdatenbank.
Um diesen aktuellen Aufbaustand des HCP-Moduls des Landesverbandes Sachsen, Thüringen zu erreichen, wurden in der Vergangenheit viele Stunden in Organisation, Planung,
Personalauswahl und Ausbildung von Seiten aller Beteiligten investiert. Diese Anstrengungen wurden bereits zwei Mal honoriert. Im Oktober 2010 besuchte der damalige
Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maiziere eine Ausbildungsmaßnahme des HCP-Moduls im Erzgebirge und zeigte sich angetan von Entwicklungsstand und Leistungsfähigkeit
dieser Spezialeinheit. De Maiziere sagte damals zu den Helferinnen und Helfer, dass „die Hochwasser in Mitteleuropa in diesem Jahr gezeigt haben, wie wichtig die
Zusammenarbeit der europäischen Nachbarn und die Standardisierung im Bevölkerungsschutz der EU-Mitgliedsstaaten ist.“ Und die thüringischen und sächsischen Experten
konnten seine Aussage besonders nachvollziehen, waren sie doch bereits hautnah beim Hochwassereinsatz in Polen im April 2010 dabei. Hier arbeiteten HCP-Module aus
diversen Landesverbänden des THW mit den polnischen Katastrophenschutzeinheiten Hand in Hand. Für das Modul aus Sachsen und Thüringen war es gleichzeitig der erste
„scharfe“ Einsatz. Die entsandten Helferinnen und Helfer stellten hierbei ihr erlerntes Wissen unter Beweis.
Um diese Leistungen auch in Zukunft erbringen zu können und sich eventuellen Neuerungen anzupassen, steht auch in den kommenden Monaten die Ausbildung im
Mittelpunkt des Schaffens. Dabei setzen die Verantwortlichen auf einen breitgefächerten Mix an Ausbildungsmaßnahmen. Neben einem Ausbildungswochenende im August und
ersten Englischstunden im September nehmen die HCP-Modulangehörigen auch an Lehrgängen der THW-Bundesschule teil und absolvieren spezielle e-Learning-Bausteine der
United Nations.
Text: Michael Schulze, Team Öffentlichkeitsarbeit Landesverband Sachsen, Thüringen
Foto zum Bericht:
Foto: THW / Für Großansicht bitte anklicken
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