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| Bericht vom 08.02.2010 |
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Üben für den Ernstfall
Eine Ausbildung der besonderen Art stand am vergangenen Samstag auf den Dienstplänen der Feuerwehren Döbeln und Technitz sowie der Helfer
des Technischen Hilfswerks Döbeln. Das Thema der Ausbildung lautete „Atemschutznotfalltraining“.
Atemschutz ist ein Teil der persönlichen Schutzausstattung der Helfer und damit elementarer Bestandteil der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes.
Der Einsatz von Atemschutzgerät ist bei den Feuerwehren beispielsweise für die Brandbekämpfung oder bei Unfällen mit Chemikalien erforderlich.
Aber auch die Einsatz- und Gefahrenlagen, die bei der Erfüllung der Aufgaben des Technischen Hilfswerkes auftreten, machen dort die
Verwendung von Atemschutz unbedingt erforderlich. Dies kann nicht nur bei Unterstützungsleistungen für die Feuerwehren notwendig werden,
sondern auch bei den gesetzlichen Aufgaben des THW, wie z.B. einem klassischen Bergungseinsatz.
Und um für diese Aufgaben gerüstet zu sein, entwarf der Ausbildungsleiter der Feuerwehr Döbeln, Heiko Henschel, spezielle Ausbildungsstunden.
Themen sind das Beschreiben eines Raumes über Funk oder das gegenseitige Umkuppeln der Atemschutzanschlüsse, um verunglückte Personen mit
ausreichend Luft versorgen zu können. Nach der Begrüßung und einem Theorieteil wurden die Einsatzkräfte in zwei Gruppen geteilt. Um an
verschiedenen unbekannten Objekten das Orientieren und den Umgang mit den Handsprechfunkgeräten üben zu können, wurde anschließend die Firma
Autoliv sowie das Berufschulzentrum angefahren. Dort zeigte sich, dass es gar nicht so einfach ist, einen Raum über Funk zu beschreiben.
Mit den Tipps der Ausbilder haben die Helfer diese Aufgabe sicher gelöst und mehrfach erfolgreich geprobt. Anschließend wurde die Ausbildung
in der Feuerwache Döbeln fortgesetzt. Dort übten die Einsatzkräfte dann das An- und Abkuppeln der Atemschutzanschlüsse in verschiedenen Positionen.
Am Ende des gemeinsamen Übungstages zeigte sich Ausbildungsleiter Heiko Henschel sehr zufrieden mit den erbrachten Leistungen.
Mit dem guten Vorsatz, künftig weitere gemeinsame Ausbildungen zwischen Feuerwehr und THW durchzuführen, entließ er dann die über 25 Mann und
eine Frau starke Gruppe in das wohlverdiente Wochenende.
Wissenswertes zum Atemschutzeinsatz: An jeder Einsatzstelle muss für die eingesetzten Atemschutztrupps mindestens ein Sicherheitstrupp zum
Einsatz bereit stehen. Dieser Sicherheitstrupp setzt sich aus mindestens zwei Helferinnen oder Helfern zusammen. Je nach Risiko und personeller
Stärke des eingesetzten Atemschutztrupps wird die Stärke des Sicherheitstrupps erhöht. Dies gilt insbesondere bei Einsätzen in ausgedehnten
Objekten, beispielsweise in Tunnelanlagen und in Tiefgaragen. Der Sicherheitstrupp hat dann die Aufgabe verunglückte Atemschutztrupps zu orten
und zu retten.
Text: Christian Winkler, Daniel Postelt
Fotos zum Bericht:

THW und Feuerwehr-Hand in Hand

Gruppenfoto
Fotos: Christian Winkler & Daniel Postelt / Für Großansicht bitte anklicken
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